TinyKulturhaus Bad Bramstedt

Ein persönliches Update zum TinyKulturhaus Bad Bramstedt Stand 14. Juli 2026

Liebe Freunde, Unterstützer und Wegbegleiter,

heute möchte ich euch einen aktuellen Stand zum geplanten TinyKulturhaus in der Glückstädter Straße 1 in Bad Bramstedt geben.

Die vergangenen Monate waren für mich gleichermaßen inspirierend, bereichernd und herausfordernd. In dieser Zeit durfte ich mit vielen engagierten Menschen und Unternehmen zusammenarbeiten, die mein Vorhaben mit Fachwissen, Kreativität und großem Einsatz begleitet haben.

Mein besonderer Dank gilt BSS Nord (Schadstoffgutachten), Qualitätssichernde Energieberatung Nord (Energieberatung und Sanierungsfahrplan), dem Ingenieurbüro VBM (Brandschutzkonzept), Nordwind Dämmung GbR, 1Komma5Grad und der Glaserei Manske (klimagerechte Sanierung), MEDOS Holzbau (Dachinstandsetzungen und Unterstützung nach dem Diebstahl der Kupferfallrohre) sowie vor allem den P/A Architekten für die Begleitung des Nutzungsänderungsantrags gegenüber dem Kreis Segeberg und der Stadt Bad Bramstedt.

Leider musste ich vor einigen Wochen eine Entscheidung treffen, die mir sehr schwergefallen ist: Ich werde das Projekt TinyKulturhaus nicht weiterverfolgen.

Diese Entscheidung fiel mir nicht leicht, denn viele Menschen haben die Idee unterstützt, eine ehemalige Kirche in einen lebendigen Ort für Kultur, Begegnung und Gemeinschaft umzuwandeln. Die im weiteren Planungsprozess erkennbar gewordenen Anforderungen und die daraus resultierenden Investitionen hätten jedoch den finanziellen Rahmen des Projekts deutlich überschritten.

Dabei geht es nicht darum, einzelne Vorgaben zu kritisieren. Vielmehr wurde im Verlauf der Planung deutlich, dass die Summe der notwendigen Maßnahmen für ein kulturelles Projekt ohne Gewinnerzielungsabsicht wirtschaftlich nicht tragbar gewesen wäre.

Einige Beispiele dafür möchte ich nennen:

  • Die ehemaligen Räume für Kinder- und Jugendarbeit entsprechen hinsichtlich der Fenstergrößen nicht mehr den heutigen Anforderungen. Um diese Räume dauerhaft nutzen zu können, wären umfangreiche Umbauten am Dach erforderlich gewesen.
  • Die vorhandenen Sanitäranlagen hätten für die geplante Nutzung deutlich erweitert werden müssen.
  • Die bestehende Rampe für Menschen mit Einschränkungen erfüllt nicht alle heutigen Anforderungen und hätte entsprechend angepasst werden müssen.
  • Ausschlaggebend für meine endgültige Entscheidung war letztlich die Stellplatzsituation. Für die geplante Nutzung wären zusätzliche Stellplätze erforderlich gewesen, die entweder durch Grundstückszukäufe oder über erhebliche Ablösezahlungen hätten geschaffen werden müssen.

Jede einzelne dieser Anforderungen ist nachvollziehbar. In der Gesamtheit hätten sie jedoch zu Investitionen geführt, die für das Projekt nicht mehr leistbar gewesen wären.

Erschwerend kam hinzu, dass ein bereits zugesagter Ankermieter aufgrund eigener finanzieller Herausforderungen kurzfristig absagen musste. Das hat die wirtschaftliche Perspektive zusätzlich verändert.

Trotz des Endes dieses Projekts blicke ich mit großer Dankbarkeit auf die vergangenen Monate zurück. Viele von euch haben Zeit, Energie und Herzblut investiert. Einige haben nicht nur Angebote erstellt, sondern auch kreative Wege gesucht, um das Vorhaben finanziell möglich zu machen. Diese Unterstützung war alles andere als selbstverständlich.

Für mich zeigt das vor allem eines: Es gibt viele Menschen, denen lokale Kultur, Begegnung und gesellschaftlicher Zusammenhalt wichtig sind. Dieses Signal nehme ich mit.

Auch wenn meine Reise mit dem TinyKulturhaus hier endet, bleibt meine Überzeugung bestehen: Kultur schafft Begegnung, stärkt Gemeinschaft und ist ein wichtiger Baustein für ein menschliches Miteinander.

Und weil die Frage sicher aufkommt: Für das Gebäude selbst gibt es noch keine endgültige Perspektive. Gemeinsam mit engagierten Menschen arbeite ich derzeit an Ideen für die Zukunft – sobald daraus etwas Konkretes wird, werde ich es gerne teilen.

Vielen Dank für eure Unterstützung, euer Vertrauen und eure Begleitung auf diesem Weg.

Alles Gute für euch.

Michael Hannemann

Wie geht es weiter?

Den Nutzungsänderungsantrag für das Gebäude werde ich zurückziehen.

Und weil die Frage sicher aufkommt: Für das Gebäude selbst gibt es noch keine endgültige Perspektive. Gemeinsam mit engagierten Menschen arbeite ich derzeit an Ideen für die Zukunft – sobald daraus etwas Konkretes wird, werde ich es gerne teilen.